VfB Gorspen-Vahlsen e.V. von 1946
VfB Gorspen-Vahlsen e.V. von 1946
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75 Jahre VfB

Verein
Trend und Tradition seit 1946
Wir möchten euch auf die Reise des VfB von 1946 - 2021 mitnehmen und werden nach und nach die Entwicklung des VfB in den verschiedenen Jahrzehnten betrachten.

1946 – 1960
Es begann mit Fußball und Handball und ganz viel Aufbruchstimmung

Deutschland im Mai 1945 - Das Ende des 2. Weltkrieges.
Die Nachkriegszeit mit den vielen Entbehrungen gestaltete sich schwierig. Männer kamen vereinzelt aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Flüchtlinge, Vertriebene und Evakuierte fanden auf dem Land ein neues Zuhause. Die Zeit war geprägt von der Suche nach Angehörigen, Heimat, Wohnraum, Beschaffung von Nahrungsmitteln und Arbeit. Bei diesen Bemühungen und sicherlich - auch durch die lange Zeit teilweise unmenschlicher Lebensbedingungen - wurde allen bewusst, dass die weitere Entwicklung nur durch körperliche und geistige Tätigkeiten, sowie Entspannung erhalten oder gesteigert werden konnte.
Das Fußballspiel nahm in der Vergangenheit schon immer einen großen Raum in Gorspen-Vahlsen ein. Beim Schulsport wurde bereits erfolgreich an Fußballturnieren teilgenommen. Junge Männer wollten ein Stück Normalität mit sportlicher Betätigung. Das Fußballspiel war hierfür besonders geeignet, also sollte diese Sportart die Grundlage des neu zu gründenden Vereins werden. In der Gaststätte C. Lange, wurde das Gründungsprotokoll verfasst und gleichzeitig der erforderliche Antrag in englischer Sprache zur Genehmigung des Vereins an die britische Militärregierung gestellt. So kam es am 10. April 1946 mit der eingehenden Genehmigung zur Gründung des VfB (Verein für Ballspiele) Gorspen-Vahlsen.
Kurz darauf erfolgte auch die Aufnahme des Spielbetriebs.
 
Ein Sportplatz stand nicht zur Verfügung. Freundlicherweise durfte der Verein die seinerzeit nicht gebrauchte Bierder Sandkuhle nutzen. Tore bestanden zunächst aus besseren Latten. Der Lederfußball mit Verschnürung wurde im Tausch gegen einige Pfund Schinken und Speck in Minden besorgt. Frauen und Mädchen der Ortschaft nähten die Hosen und Trikots für die Fußballer. Die Bestückung der eigenen Schuhe mit Lederstollen erfolgte von den Spielern.
 
Der Fußball konnte endlich rollen. Gegner waren zuerst nur schwer ausfindig zu machen, da sich auch die Aktiven anderer Vereine erst zusammenfinden mussten. Not machte erfinderisch! Erster Auswärtsgegner war der Handballverein Friedewalde. Mit der Vereinbarung, die erste Halbzeit Handball und die zweite Halbzeit Fußball zu spielen, konnte beiden Seiten gerecht werden.
Die Freundschaftsspiele gegen Nachbarvereine wurden mit größtem Eifer und sportlichem Ehrgeiz ausgetragen. Auch die Zuschauer fieberten in der Woche dem Sonntagsspiel entgegen und kamen in heute fast nicht mehr vorstellbaren Scharen, da es andere Sonntagsvergnügen seinerzeit kaum gab. Ein weiteres Fußballspiel fand gegen eine englische Soldatenmannschaft auf dem Sportplatz in Lahde an der Aue statt. Die Meinungen über derartige Spiele gingen bei der Bevölkerung weit auseinander.
Der Sport hat es jedoch verstanden, frühzeitig Vorurteile abzubauen, die die langen Jahre des grausamen Krieges zwangsläufig mit sich brachten. Das anschließende gesellige Beisammensein hatte betont freundlichen Charakter.
 
1946 nahm die Fußballmannschaft erstmals an den Punktespielen teil. Das weiße Trikot mit grünem Kragen wurde aus der Taufe gehoben, weil es gelungen war, grünen Besatzstoff zu organisieren. Trotz aller Nöte gelang es ein weißes Hemd abzuzweigen und eine Hose aus Leinen oder Fallschirmseide, die aus dem Nachlass des Krieges gehandelt wurde, zu beschaffen.
 
Mit Beginn der Saison 1946/47 nahm die Fußballmannschaft erstmals an den Punktespielen teil. Gestützt auf die Erfolge in Freundschaftsspielen war die Mannschaft zum Favoriten der 2. Kreisklasse geworden. Im entscheidenden Spiel in der Bierder Sandkuhle wurde Kutenhausen mit 2:1 bezwungen und schaffte damit den direkten Aufstieg in die l. Kreisklasse. Dieser Erfolg wurde natürlich kräftig gefeiert. Begleitet vom einem Vereinslied, das in dieser Zeit entstand.
In der 1. Fußballkreisklasse erzielten die Mannschaft in den ersten Jahren gute Ergebnisse und erreichte immer einen der vorderen Plätze.
In der Saison 1949/50 konnte erfolgreich hinter Rehme der 2. Platz erspielt werden, der in diesem Jahre zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Bezirksklasse berechtigte.
Der Aufstieg wurde jedoch nicht geschafft und nach mehreren vergeblichen Anläufen, konnte nach Abschluss der Serie 1951/52, endlich der ersehnte Aufstieg zur Bezirksklasse erreicht werden.
 
Die Punktespiele in der Bezirksklasse verliefen in den folgenden Jahren mit wechselndem Erfolg. Dabei bewegte sich die Mannschaft größtenteils in der oberen Tabellenhälfte - vereinzelt auch an der Tabellenspitze. In der Spielzeit 1954/55 wurde Gorspen-Vahlsen als fairste Mannschaft des Bezirkes geehrt. Nach sechs Bezirksklassenjahren, war in der Saison 1957/58 die Rückgliederung in die I. Kreisklasse, nicht zu vermeiden. Die Routine vom Leistungssport zurückgetretener älterer Spieler, konnte durch jugendlichen Elan, nicht voll ersetzt werden.
 
Die Förderung der Fußballjugend war auch damals schon ein besonderes Anliegen. An Begeisterung und sportlicher Einstellung hat es der Jugend nie gefehlt. Um einen lebendigen Verein zu erhalten, bedarf es einer steten Förderung und Sozialkompetenz in der Jugendarbeit. Nach der Gründung des Vereins, begann in den fünfziger Jahren 1950 der Jugendfußball unter Fritz Peek, aufzuleben. Damals gab es nur Schüler- und Jugendmannschaften und nicht die Vielzahl von Mannschaften wie heute.
Das Spieljahr 1957/58 gehörte zu den erfolgreichsten Jahren der Jugendabteilung. Zu Kreisauswahlspielen wurden viele Jugendliche des Vereins berufen, die sich zum Teil später auch außerhalb des Vereins, in höheren Spielklassen bewährten.
Initiatoren der Jugendarbeit waren in der Anfangszeit neben vielen anderen, Helmut Korte, Gerhard Krömer, Wolfgang Stapel, Walter Wiebke und Klaus Peek, die sich in den sechziger Jahren in besonderem Maß um den Nachwuchs bemühten.
 
Inzwischen hatte sich in Bierde ein Reitsportverein gegründet, der aber nun den Sportplatz in der Bierder Sandkuhle beanspruchte. Durch einen Ringtausch von Grundstücken, konnte an der „Jössener Straße“, für zunächst sechs Jahre, neues Gelände für einen Sportplatz gepachtet werden. Die Einweihung erfolgte im Rahmen einer Sportwerbewoche im August 1950.
Die anstehende Flurbereinigung in Gorspen-Vahlsen gab der Gemeinde die Möglichkeit, einen eigenen Sportplatz anzulegen. Die Einweihungsfeier dieser zentralen Sportstätte, erfolgte 1956 mit einem breiten Sportprogramm unter größter Anteilnahme der Bevölkerung.
Kurz darauf begann auf diesem Gelände der Bau eines Umkleidegebäudes. Finanzielle Grundlage hierfür war ein Toto-Darlehen, deren Tilgung die Gemeinde übernahm. Durch die hohe bereitwillige Eigenleistung vieler Sportfreunde wurde die Errichtung dieses Umkleidegebäudes erst ermöglicht.
Ende 1957 ging diese, für damalige Verhältnisse vorbildliche Anlage, in Betrieb. Zur Verbesserung der Trainingsmöglichkeiten wurde 1959 in Eigenleistung eine neue Lichtanlage installiert, deren Ausdehnung auf die halbe Spielfläche nach und nach erfolgte.
 
Auch die Damen kommen zu ihrem Recht, Sport zu trieben. Denn nachdem die Fußballmannschaft des erstmals an Punktespielen teilnahm, wollten im Zuge der allgemeinen sportlichen Begeisterung, auch die Damen nicht hinter den Herren zurückstehen.
Es kam 1948 zur Gründung einer Frauen Handballmannschaft, die in den Spielen gegen Nachbarvereine - Punktespiele der Frauen gab es damals in der näheren Umgebung noch nicht - durch vorzügliche Leistungen viele Zuschauer anlockte. Die Frauen, mit ihrem Trainer Helmut Wendte, spielten erfolgreich Handball und hatten einen sehr guten Ruf.
 
Der Kreis der Spielerinnen war aber so begrenzt, dass man sich nach einiger Zeit einem anderen Verein anschließen musste. Es ergab sich, dass die Fußballmänner aus Windheim „im Tausch“ gegen die Handballfrauen aus Gorspen-Vahlsen, dem VfB beitraten. Die Männer landeten schließlich in der Bezirksliga, dies gelang später auch den Frauen in Windheim. Die Abteilung Handball Frauen kam nach dem „Ringtausch“ beim VfB zum Erliegen.

1960 – 1970
Laienspiel und eine stetige Vereinsentwicklung

Die Gründung der Laienspielschar in Gorspen-Vahlsen erfolgte bereits im Jahr 1948.
Aus organisatorischen Gründen trat sie 1961 dem VfB Gorspen-Vahlsen bei. Seit ihrer Gründung nimmt sie jedes Jahr, bis auf ein paar Ausnahmen in den fünfziger Jahren, mit ihrer Tanzgruppe an den Erntefesten in Gorspen-Vahlsen teil. Das hieß nicht nur Tänze einzuüben und aufzuführen, sondern auch die Erntekrone mitzubinden, sowie das Schmücken und Herrichten des Erntehofes. Gerade in den letzten Jahren trug die Laienspielschar neben den Turnriegen des VfB viel zum Gelingen der Erntefeste bei.
Die Zahl der Aktiven schwankte von Jahr zu Jahr. Es gelingt bis heute jedoch immer wieder eine ganze Reihe von Nachwuchstänzern/-innen zu motivieren, der Laienspielschar beizutreten und aktiv mitzuwirken.
Neben den Tanzdarbietungen kommen auch immer wieder einige Theaterstücke zu den verschiedenen Anlässen zur Aufführung.
Fußball Altherren
In der Zeit von 1958 bis 1969 nahm eine Altherrenmannschaft an dem Spielbetrieb teil, der aber vorrübergehend zum Erliegen kam.

1970 – 1980
Ein Wendepunkt im VfB und viele neue Mitglieder

Im Jahr 1971 wurde noch von der ehemaligen Gemeinde Gorspen-Vahlsen, eine Turnhalle, verbunden mit einem Jugendraum, gebaut.
Das sportliche Angebot erfuhr dadurch eine wesentliche Erweiterung. Jedermann hatte nunmehr die Möglichkeit, sich in verschieden Sportarten zu betätigen.
Unmittelbar nach der Einweihung der neuen Turnhalle im Jahr 1971 bildeten sich die Abteilungen Turnen und Tischtennis.
Der Verein konnte in dieser Zeit eine Verdoppelung der Mitgliederzahl verbuchen. So wurde 1974 das 400. Mitglied des Vereins begrüßt.
Die Abteilung Turnen wuchs stetig an, und der VfB konnte 1975 stolz darauf sein, mit acht Übungsleiterinnen, die Turnabende durchzuführen.
1974 beantragte der VfB mit Unterstützung der Feuerwehr, einen Zuschuss auf eine Flutlichtanlage für den Sportplatz. Nachdem die Landesregierung den Förderantrag 1977 bewilligte, begann die Montage der Flutlichtanlage. Die Stadt steuerte ebenfalls einen Zuschuss bei. Der Rest konnte durch Eigenleistung der VfB- und Feuerwehr-Mitglieder erbracht  werden.

Fußball Senioren
Erst 1972 wurde die Altherrenmannschaft von Gerhard Krömer und Walter Wiebke erneut ins Leben gerufen. Gerd Krömer stand der Abteilung vor und Walter Wiebke organisierte den Spielbetrieb. Schon im ersten Jahr fanden 11 Freundschaftsspiele statt. Man beteiligte sich an vier Pokalturnieren, wovon man drei gewann, u.a. auch den erstmals ausgespielten Amtspokal des Amts Windheim zu Lahde. 1973 war ähnlich erfolgreich. Der Amtspokal wurde verteidigt und ging in den Besitz des VfB über, da an Stelle des Amtspokals der Stadtpokal der Stadt Petershagen trat.
Nach der Rückserie 1973/74 musste die II. Herren Fußballmannschaft den Weg in die 3. Kreisklasse antreten, konnte sich aber nach kurzer Zeit wieder in der 2. Kreisklasse etablieren.
Leider war in der Spielserie 1974/75 der Abstieg der I. Herren Fußballmannschaft nach 13-jähriger Zugehörigkeit aus der I. Kreisklasse nicht zu vermeiden.
Nach kurzer Zeit in der II. Kreisklasse konnte 1979 die  I. Mannschaft unter Trainer Reinhard Bicknese den Wiederaufstieg in die I. Kreisklasse erlangen. Als Nachfolger von Reinhard Bicknese übernahm Werner Schäkel das Amt des Trainers für die Herren Fußballmannschaften.

Fußball Jugend
Die Kinder des VfB kamen damals aus den Gemeinden Ilse, Ilserheide, Raderhorst, Bierde, Jössen und Gorspen-Vahlsen. Durch die Zusammenlegung der Schulen nach Lahde und Windheim fanden nicht mehr alle sportlich interessierten Kinder zum VfB. Dennoch konnte der VfB den Spielbetrieb im Jugendbereich bis Ende der achtziger Jahre eigenständig aufrechterhalten.
Breitensport
Nachdem die Turnhalle im Sommer 1971 eingeweiht wurde, fiel schnell der Entschluss zur Gründung von Gruppen.
Breitensportgruppe Kinderturnen von 7-12 Jahren
Diese Turngruppe besteht bereits seit 1971 und wurde seit der Gründung von Christa Müller, Ingrid Peek und Annegret Wiebke betreut. In dieser Turngruppe sind Kinder aus den Ortschaften Gorspen-Vahlsen, Ilserheide, Ilse, Raderhorst und Bierde.
Neben dem Spaß ist es ein besonderes Anliegen der Übungsleiter/innen, vielfältige Möglichkeiten zu geben und Bewegungserfahrungen zu sammeln, um eine gesunde Entwicklung der Kinder zu fördern. Auch außerhalb der Turnstunden finden zahlreiche Aktivitäten statt. Schwimmen, Schlittschuhlaufen, Kegeln, Radtouren stehen ebenso auf dem Programm wie die Teilnahme an Kinderturnfesten.
Weiterhin beteiligt sich die Gruppe an der Gestaltung der örtlichen Feste durch Tänze, Sketche und Musikbeiträge.
Da die Kinder viel Freude daran haben, wurden auch Einladungen aus Nachbarortschaften gern angenommen.

Mädchen Fitness 12-18 Jahre
Wie auch die Kinderturngruppen I und II wurde auch die Mädchenfitnessgruppe nach der Einweihung der Turnhalle 1971 von Christa Müller und Lydia Meier ins Leben gerufen. Neben Gymnastik und Geräteturnen werden auch Tänze für Erntefeste und Altenfeiern eingeübt. Durch Gruppenspiele wird das Gefühl für Zusammengehörigkeit gefördert. Fahrradtouren, Schwimmen, Inliner fahren, Freizeitparkbesuche und Besuche von Sportveranstaltungen bringen Abwechslung in den Turnalltag und runden das Programm ab.
Im Frühjahr 1972 rief die VfB Übungsleiterin Lydia Meier eine Kinderturngruppe mit Kindern im Alter von 3-7 Jahren ins Leben. Dieses Angebot wurde von vielen Kindern aus den Ortschaften Bierde, llserheide, Ilse, Raderhorst und natürlich Gorspen-Vahlsen mit großem Interesse angenommen. Der Montagnachmittag stand als Turnnachmitttag für das Kinderturnen fest. Einstudierte Tänze, Sketche und Gedichte kamen jährlich auf Altenfeiern und Erntefesten zur Aufführung.
Auch eine Turngruppe Damen sollte 1972 gegründet werden.
Am Gründungstag im Vereinslokal Lange-Loh meldeten sich spontan 92 turnbegeisterte Frauen. Aufgrund dieses großen Interesses wurden kurzfristig zwei Gruppen eingeteilt. Gisela Brand aus Lahde konnte als 1. Übungsleiterin gewonnen werden.
Als Übungsabend wurde der Mittwoch festgelegt. Frau Brand schied aber wieder im Jahr 1972 aus gesundheitlichen Gründen aus. Ingrid Rode aus Windheim übernahm aushilfsweise die Gruppe. Frau Meinze aus Wasserstraße startete 1973 als neue Übungsleiterin und suchte im gleichen Jahr mit der Gruppe den sportlichen Wettstreit beim Frauenvergleichskampf auf Stadtebene.
Frau Meinze stand am Ende des Jahres 1975 für die Turngruppe nicht mehr zur Verfügung. Iris Nahrwold hatte inzwischen ihren Übungsleiterschein gemacht und übernahm kurzfristig die Turnriege. Vor den Sommerferien 1976 gestalteten die Frauen- und weiblichen Jugendgruppen in der Turnhalle einen „Tag der offenen Tür“ mit Geräteübungen und Tänzen.
Die Abteilung Turnen wuchs stetig an, und der VfB konnte 1975 stolz darauf sein, mit acht Übungsleiterinnen die Turnabende durchzuführen.
Im Frühjahr 1977 gingen die Turnerinnen für ihre erste Tagesfahrt auf Reisen. Weitere folgten. Außerdem wirkte die Frauenriege einige Male bei Altenfeiern der Gemeinde mit.

Tischtennis
Nach dem Bau der Turnhalle bildete sich schnell eine Gruppe, die sich für Tischtennis interessierte.
An der ersten Vereinsmeisterschaft, im Juli 1972, beteiligten sich acht Senioren und acht Jugendliche. Zu den Senioren gehörten: Gerhard Achelpöhler, Reinhard Brase, Fredi Niepötter, Arnold Niemeier, Rüdiger Höltke, Fritz Nahrwold, Wilhelm Nahrwold und Hans-Dieter Haake.
Die ersten Vereinsmeister waren Gerhard Achelpöhler und Werner Hägermann (Jugend). Die Vereinsmeisterschaft wurde traditionell jährlich ausgespielt.
Ab der Saison 1973/74 nahm diese Gruppe am Spielbetrieb im Kreis Minden-Lübbecke teil. In den darauffolgenden Jahren nahm man teilweise mit zwei Senioren-, sowie mit je einer Jugend-, Schüler- und Mädchenmannschaft am Spielbetrieb teil.
Auf Initiative von Erhard Killian kam 1979 und 1980 ein internationaler Einsatz in der damaligen Tschechoslowakei zustande. Gespielt wurde gegen die Mannschaft von Chemieka Usti (Aussig an der Elbe), die in der 1. Staatsliga der CSSR spielte. Nach einer zwölfstündigen Anreise konnte das Spiel leider nicht gewonnen werden.

1980 – 1990
Entwicklung durch neue Angebote

Aus dem Fußballverein hat sich ein attraktiver Sportverein mit vielen Abteilungen entwickelt.
Der VfB erfuhr einen stetigen Mitgliederzuwachs. 1985 konnte das 500. Vereinsmitglied begrüßt werden.

Vereinsheim
Mit der Sanierung und dem Ausbau des Vereinsheims wurde im Jahr 1986 begonnen.
Dank der vielen fleißigen Helfer fand die Einweihung im Folgejahr statt.
Nach langem Warten und etlichen Arbeiten erfolgte 1990 die Freigabe des zweiten Sportplatzes für den Spielbetrieb. Viele Helfer hatten dies durch ihren ehrenamtlichen Einsatz erst ermöglicht.

Badminton
Die Gründung der Hobby-Gruppe Badminton erfolgte im Jahr 1984 und erweiterte das Breitensportangebot noch einmal.
Nach Schlüsselburg war es die 2. Badmintongruppe im Stadtbezirk Petershagen. Das Einzugsgebiet erstreckte sich von Haselhorn über Kutenhausen bis Neuenknick. Dass es sich um eine Sportart handelt, die von Jung und Alt, von Frauen und Männern ausgeübt werden kann, bewiesen die vielen Spiele im gemischten Doppel.
Alles begann mit der Idee, geboren bei einer Flasche Bier, sich sinnvoll sportlich zu betätigen und dabei Spaß zu haben: „Wir spielen jetzt Federball.“ Gesagt, getan! - Erste Hürden, wie die der Hallenzeit, die Behandlung des Balls mit dem Schläger oder einfach: „Wie spielt man das überhaupt?“ wurden schnell aus dem Weg geräumt.
Es wurde eine Zauberschnur und ein Volleyballnetz gespannt und los ging es. Hier zeigten sich beim Ballspiel erste Probleme. Ist der Ball ober- oder unterhalb der Schnur gespielt worden? Die Anschaffung ordentliche Netze war also nötig. Leider verschwanden sie nach ca. einem Jahr und mussten ersetzt werden.
Zu Beginn der Trainingszeit wurden erst einmal die Linien des Spielfeldes in der Turnhalle markiert. Eine dauerhafte Lösung fand sich schließlich später.
Die Suche nach dem richtigen Sportgerät bereitete anfangs Probleme. So glich die Halle nach dem Spiel mit echten Federbällen einem Hühnerhof. Die Schläger der Aktiven wurden hart geprüft und so manch einer taugte nur noch zum Farberühren. Viele Spieler mussten feststellen, dass Badminton nicht gleich Federball ist. Bemerkbar machte sich dieses an einer unruhigen Hand gegen Ende der Spielzeit, sowie auch an diversen Blasen unter den Fußsohlen, am Muskelkater im Arm und in der Kehrseite. Es wurden regelmäßig Freundschaftsspiele mit der Badminton-Abteilung des Post-Sportvereins Bückeburg und der TSG Neuenknick veranstaltet. Ein Openair-Turnier in Minden konnte auch wahrgenommen werden.
Zu den Trainingsspielen fanden sich regelmäßig Jugend-, Damen- und Herrenmannschaften zusammen. Nachdem sich das Feld der Teilnehmer stark reduziert hatte, fand nach 27 Jahren das letzte Badmintonspiel in der Turnhalle statt. Das Ende von Breitensport Badminton war besiegelt. Die Hobby-Gruppe wurde aufgelöst.

Volleyball
Auch das Interesse am  Volleyballspiel stieg ständig.
Auf der Mitgliederversammlung des VfB Gorspen-Vahlsen am 29. Januar 1988 wurde die Abteilung Volleyball ins Leben zu rufen. Es hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits ca. 40 Sportler gefunden, um Volleyball zu spielen und zu erlernen.
Für die Abteilung waren Andrea Krömer und Rüdiger Brandt verantwortlich. Mitte 1988 sind eine Mädchen-, Frauen- und Herrenmannschaft beim Westdeutschen Volleyball-Verband gemeldet worden.

Mit Beginn der Saison 1989/90 übernahm Thomas Walter das Traineramt von Rüdiger Brandt für alle Mannschaften.
Für die neue Saison wurde keine Mädchenmannschaft mehr gemeldet.  

Förderkreis im VfB
Um gestiegene Kosten der Vereinsarbeit und weniger öffentliche Zuschüsse auszugleichen kam es 1986 zur Gründung „Förderkreis VfB“. Der Förderkreis unterstützt die Arbeit der Übungsleiter und des Vereins.

Fußball
Die Verpflichtung mit Klaus-Dieter Jungcurt als erstmaliger Spieltrainer in der Spielzeit 1983/84 war vom Erfolg gekrönt. Er erreichte mit seiner Mannschaft gleich im ersten Spielertrainerjahr den Aufstieg in die Bezirksklasse. Mit dem 2:0 Sieg gegen SuS Wulferdingsen II holte der VfB Gorspen-Vahlsen den letzten noch zur Meisterschaft nötigen Punkt und schaffte damit nach 26 Jahren den Wiederaufstieg in die Bezirksklasse. Die Meisterschaft wurde an diesem Tag am Vahlser Loh, genauer gesagt beim damaligen Vereinswirt C. Lange, gebührend gefeiert. Die Meisterschaft am Ende der Saison und der Aufstieg in die Bezirksklasse, war neben dem fußballerischen Können, in erster Linie dem Einsatz der Mannschaft, aber auch der guten Kameradschaft und dem „familiären Miteinander“ zu verdanken.

Durch diesen Aufstieg kamen bei vielen Mitgliedern besondere Erinnerungen an die Bezirksligajahre vor 1958 hoch.
In dem ersten Bezirksligajahr fiel erst im allerletzten Spiel, in Mennighüffen, die Entscheidung für den Klassenerhalt. Horst Meier schoss das entscheidende Tor zum 1:0. Alle Fans, die mit zwei großen Bussen angereisten waren, feierten enthusiastisch mit Pauken und Trompeten. Leider erfolgte nach der Spielzeit 1985/86 der Abstieg aus der Bezirksliga. Seitdem hat die 1. Herren Fußballmannschaft unter den darauf folgenden Trainern - Klaus Ewald, Burghard Flaake, Norbert Pinsch, Klaus-Dieter Möhring, Bernd Rust, Burghard Meyn und Ulf Netzeband - alljährlich gute Ergebnisse in der 1. Kreisklasse erzielt.
1989 konnte im Entscheidungsspiel gegen Barkhausen der Klassenerhalt geschafft werden.

Eine 3. Mannschaft nahm erstmals 1982/83 am Spielbetrieb teil.

Ein sportlicher Höhepunkt war im August 1986 das Spiel einer verstärkten VfB-Altherren gegen die Traditionsmannschaft des FC Schalke 04, die mit ihrem Meistertrainer Günter Brocker, sowie den Alt-Stars Rolf Rüssmann, Rudi Assauer, W. Gerhard, Karl-Heinz Kördel, usw. in Gorspen-Vahlsen antraten.

Fußball Jugend
Die Jugendarbeit wurde Aufgrund schwächerer Geburtenjahrgänge und durch das immer größer werdende Angebot anderer Sportarten, für alle fußballspielenden Vereine problematischer. Es kam zwangsläufig zur Bildung von Spielgemeinschaften im Jugendfußballbreich, da kein Verein ohne den Nachwuchs existieren kann.
Der VfB ging mit Beginn der Saison 1988/89 eine Spielgemeinschaft mit dem TuS Lahde/Quetzen ein, die bis zum Ende der Saison 2006/07 Bestand hatte.

Die große Konkurrenz anderer Sportarten, veranlasste schon frühzeitig die Kinder für den „Fußball“ zu begeistern. Es kam 1989 zur Gründung der „Minis“, initiiert von Hermann Aumann und Friedrich Huxoll. Bei den „Minis" spielen Kinder bis 6 Jahre.

Kinderturnen
Einstudierte Tänze, Sketche und Gedichte kamen jährlich auf Altenfeiern und Erntefesten zur Aufführung. Als in den 80er Jahren ein VfB-Bulli zur Verfügung stand, konnte dieser oft genutzt werden, um zu Kinderturnfesten oder zum Schwimmen nach Minden bzw. Nordsehl zu fahren. Im Sommer 1989 gab Lydia Meier den Posten als Übungsleiterin auf. Am 18. September 1989 übernahm Helga Harnisch die Betreuung der Gruppe mit damals 11 Kindern.

Wandern
Die Organisation des  alljährlich im Oktober stattfindenden Volkswandertages, lag seit 1988 in den Händen des Sportvereins.
Dieses Angebot wurde von den Mitgliedern und Freunden des Vereins bis 2005 mit großem Interesse wahrgenommen.


1990 – 2000
Ein Aktives Vereinsleben geht weiter

2000 - 2010
Mitglied Nr. 700 und 800 werden begrüßt

2010 – 2021
Konsolidierung, Auszeichnungen und Aufbruch in die Zukunft

Der VfB 1946 - 2021
Vereinsleben, Trend und Tradition

Für die Bereitstellung der Chronik bedanken wir uns herzlich bei unserem ehemaligen Geschäftsführer Reiner Seecker.
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