VfB Gorspen-Vahlsen e.V. von 1946
VfB Gorspen-Vahlsen e.V. von 1946
Direkt zum Seiteninhalt

75 Jahre VfB

Verein
Trend und Tradition seit 1946
Wir möchten euch auf die Reise des VfB von 1946 - 2021 mitnehmen und werden nach und nach die Entwicklung des VfB in den verschiedenen Jahrzehnten betrachten.

1946 – 1960
Es begann mit Fußball und Handball und ganz viel Aufbruchstimmung

Deutschland im Mai 1945 - Das Ende des 2. Weltkrieges.
Die Nachkriegszeit mit den vielen Entbehrungen gestaltete sich schwierig. Männer kamen vereinzelt aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Flüchtlinge, Vertriebene und Evakuierte fanden auf dem Land ein neues Zuhause. Die Zeit war geprägt von der Suche nach Angehörigen, Heimat, Wohnraum, Beschaffung von Nahrungsmitteln und Arbeit. Bei diesen Bemühungen und sicherlich - auch durch die lange Zeit teilweise unmenschlicher Lebensbedingungen - wurde allen bewusst, dass die weitere Entwicklung nur durch körperliche und geistige Tätigkeiten, sowie Entspannung erhalten oder gesteigert werden konnte.
Das Fußballspiel nahm in der Vergangenheit schon immer einen großen Raum in Gorspen-Vahlsen ein. Beim Schulsport wurde bereits erfolgreich an Fußballturnieren teilgenommen. Junge Männer wollten ein Stück Normalität mit sportlicher Betätigung. Das Fußballspiel war hierfür besonders geeignet, also sollte diese Sportart die Grundlage des neu zu gründenden Vereins werden. In der Gaststätte C. Lange, wurde das Gründungsprotokoll verfasst und gleichzeitig der erforderliche Antrag in englischer Sprache zur Genehmigung des Vereins an die britische Militärregierung gestellt. So kam es am 10. April 1946 mit der eingehenden Genehmigung zur Gründung des VfB (Verein für Ballspiele) Gorspen-Vahlsen.
Kurz darauf erfolgte auch die Aufnahme des Spielbetriebs.
 
Ein Sportplatz stand nicht zur Verfügung. Freundlicherweise durfte der Verein die seinerzeit nicht gebrauchte Bierder Sandkuhle nutzen. Tore bestanden zunächst aus besseren Latten. Der Lederfußball mit Verschnürung wurde im Tausch gegen einige Pfund Schinken und Speck in Minden besorgt. Frauen und Mädchen der Ortschaft nähten die Hosen und Trikots für die Fußballer. Die Bestückung der eigenen Schuhe mit Lederstollen erfolgte von den Spielern.
 
Der Fußball konnte endlich rollen. Gegner waren zuerst nur schwer ausfindig zu machen, da sich auch die Aktiven anderer Vereine erst zusammenfinden mussten. Not machte erfinderisch! Erster Auswärtsgegner war der Handballverein Friedewalde. Mit der Vereinbarung, die erste Halbzeit Handball und die zweite Halbzeit Fußball zu spielen, konnte beiden Seiten gerecht werden.
Die Freundschaftsspiele gegen Nachbarvereine wurden mit größtem Eifer und sportlichem Ehrgeiz ausgetragen. Auch die Zuschauer fieberten in der Woche dem Sonntagsspiel entgegen und kamen in heute fast nicht mehr vorstellbaren Scharen, da es andere Sonntagsvergnügen seinerzeit kaum gab. Ein weiteres Fußballspiel fand gegen eine englische Soldatenmannschaft auf dem Sportplatz in Lahde an der Aue statt. Die Meinungen über derartige Spiele gingen bei der Bevölkerung weit auseinander.
Der Sport hat es jedoch verstanden, frühzeitig Vorurteile abzubauen, die die langen Jahre des grausamen Krieges zwangsläufig mit sich brachten. Das anschließende gesellige Beisammensein hatte betont freundlichen Charakter.
 
1946 nahm die Fußballmannschaft erstmals an den Punktespielen teil. Das weiße Trikot mit grünem Kragen wurde aus der Taufe gehoben, weil es gelungen war, grünen Besatzstoff zu organisieren. Trotz aller Nöte gelang es ein weißes Hemd abzuzweigen und eine Hose aus Leinen oder Fallschirmseide, die aus dem Nachlass des Krieges gehandelt wurde, zu beschaffen.
 
Mit Beginn der Saison 1946/47 nahm die Fußballmannschaft erstmals an den Punktespielen teil. Gestützt auf die Erfolge in Freundschaftsspielen war die Mannschaft zum Favoriten der 2. Kreisklasse geworden. Im entscheidenden Spiel in der Bierder Sandkuhle wurde Kutenhausen mit 2:1 bezwungen und schaffte damit den direkten Aufstieg in die l. Kreisklasse. Dieser Erfolg wurde natürlich kräftig gefeiert. Begleitet vom einem Vereinslied, das in dieser Zeit entstand.
In der 1. Fußballkreisklasse erzielten die Mannschaft in den ersten Jahren gute Ergebnisse und erreichte immer einen der vorderen Plätze.
In der Saison 1949/50 konnte erfolgreich hinter Rehme der 2. Platz erspielt werden, der in diesem Jahre zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Bezirksklasse berechtigte.
Der Aufstieg wurde jedoch nicht geschafft und nach mehreren vergeblichen Anläufen, konnte nach Abschluss der Serie 1951/52, endlich der ersehnte Aufstieg zur Bezirksklasse erreicht werden.
 
Die Punktespiele in der Bezirksklasse verliefen in den folgenden Jahren mit wechselndem Erfolg. Dabei bewegte sich die Mannschaft größtenteils in der oberen Tabellenhälfte - vereinzelt auch an der Tabellenspitze. In der Spielzeit 1954/55 wurde Gorspen-Vahlsen als fairste Mannschaft des Bezirkes geehrt. Nach sechs Bezirksklassenjahren, war in der Saison 1957/58 die Rückgliederung in die I. Kreisklasse, nicht zu vermeiden. Die Routine vom Leistungssport zurückgetretener älterer Spieler, konnte durch jugendlichen Elan, nicht voll ersetzt werden.
 
Die Förderung der Fußballjugend war auch damals schon ein besonderes Anliegen. An Begeisterung und sportlicher Einstellung hat es der Jugend nie gefehlt. Um einen lebendigen Verein zu erhalten, bedarf es einer steten Förderung und Sozialkompetenz in der Jugendarbeit. Nach der Gründung des Vereins, begann in den fünfziger Jahren 1950 der Jugendfußball unter Fritz Peek, aufzuleben. Damals gab es nur Schüler- und Jugendmannschaften und nicht die Vielzahl von Mannschaften wie heute.
Das Spieljahr 1957/58 gehörte zu den erfolgreichsten Jahren der Jugendabteilung. Zu Kreisauswahlspielen wurden viele Jugendliche des Vereins berufen, die sich zum Teil später auch außerhalb des Vereins, in höheren Spielklassen bewährten.
Initiatoren der Jugendarbeit waren in der Anfangszeit neben vielen anderen, Helmut Korte, Gerhard Krömer, Wolfgang Stapel, Walter Wiebke und Klaus Peek, die sich in den sechziger Jahren in besonderem Maß um den Nachwuchs bemühten.
 
Inzwischen hatte sich in Bierde ein Reitsportverein gegründet, der aber nun den Sportplatz in der Bierder Sandkuhle beanspruchte. Durch einen Ringtausch von Grundstücken, konnte an der „Jössener Straße“, für zunächst sechs Jahre, neues Gelände für einen Sportplatz gepachtet werden. Die Einweihung erfolgte im Rahmen einer Sportwerbewoche im August 1950.
Die anstehende Flurbereinigung in Gorspen-Vahlsen gab der Gemeinde die Möglichkeit, einen eigenen Sportplatz anzulegen. Die Einweihungsfeier dieser zentralen Sportstätte, erfolgte 1956 mit einem breiten Sportprogramm unter größter Anteilnahme der Bevölkerung.
Kurz darauf begann auf diesem Gelände der Bau eines Umkleidegebäudes. Finanzielle Grundlage hierfür war ein Toto-Darlehen, deren Tilgung die Gemeinde übernahm. Durch die hohe bereitwillige Eigenleistung vieler Sportfreunde wurde die Errichtung dieses Umkleidegebäudes erst ermöglicht.
Ende 1957 ging diese, für damalige Verhältnisse vorbildliche Anlage, in Betrieb. Zur Verbesserung der Trainingsmöglichkeiten wurde 1959 in Eigenleistung eine neue Lichtanlage installiert, deren Ausdehnung auf die halbe Spielfläche nach und nach erfolgte.
 
Auch die Damen kommen zu ihrem Recht, Sport zu trieben. Denn nachdem die Fußballmannschaft des erstmals an Punktespielen teilnahm, wollten im Zuge der allgemeinen sportlichen Begeisterung, auch die Damen nicht hinter den Herren zurückstehen.
Es kam 1948 zur Gründung einer Frauen Handballmannschaft, die in den Spielen gegen Nachbarvereine - Punktespiele der Frauen gab es damals in der näheren Umgebung noch nicht - durch vorzügliche Leistungen viele Zuschauer anlockte. Die Frauen, mit ihrem Trainer Helmut Wendte, spielten erfolgreich Handball und hatten einen sehr guten Ruf.
 
Der Kreis der Spielerinnen war aber so begrenzt, dass man sich nach einiger Zeit einem anderen Verein anschließen musste. Es ergab sich, dass die Fußballmänner aus Windheim „im Tausch“ gegen die Handballfrauen aus Gorspen-Vahlsen, dem VfB beitraten. Die Männer landeten schließlich in der Bezirksliga, dies gelang später auch den Frauen in Windheim. Die Abteilung Handball Frauen kam nach dem „Ringtausch“ beim VfB zum Erliegen.

1960 – 1970
Laienspiel und eine stetige Vereinsentwicklung

Die Gründung der Laienspielschar in Gorspen-Vahlsen erfolgte bereits im Jahr 1948.
Aus organisatorischen Gründen trat sie 1961 dem VfB Gorspen-Vahlsen bei. Seit ihrer Gründung nimmt sie jedes Jahr, bis auf ein paar Ausnahmen in den fünfziger Jahren, mit ihrer Tanzgruppe an den Erntefesten in Gorspen-Vahlsen teil. Das hieß nicht nur Tänze einzuüben und aufzuführen, sondern auch die Erntekrone mitzubinden, sowie das Schmücken und Herrichten des Erntehofes. Gerade in den letzten Jahren trug die Laienspielschar neben den Turnriegen des VfB viel zum Gelingen der Erntefeste bei.
Die Zahl der Aktiven schwankte von Jahr zu Jahr. Es gelingt bis heute jedoch immer wieder eine ganze Reihe von Nachwuchstänzern/-innen zu motivieren, der Laienspielschar beizutreten und aktiv mitzuwirken.
Neben den Tanzdarbietungen kommen auch immer wieder einige Theaterstücke zu den verschiedenen Anlässen zur Aufführung.
Fußball Altherren
In der Zeit von 1958 bis 1969 nahm eine Altherrenmannschaft an dem Spielbetrieb teil, der aber vorrübergehend zum Erliegen kam.

1970 – 1980
Ein Wendepunkt im VfB und viele neue Mitglieder

1980 – 1990
Entwicklung durch neue Angebote

1990 – 2000
Ein Aktives Vereinsleben geht weiter

2000 - 2010
Mitglied Nr. 700 und 800 werden begrüßt

2010 – 2021
Konsolidierung, Auszeichnungen und Aufbruch in die Zukunft

Der VfB 1946 - 2021
Vereinsleben, Trend und Tradition

Für die Bereitstellung der Chronik bedanken wir uns herzlich bei unserem ehemaligen Geschäftsführer Reiner Seecker.
(c) VfB Gorspen-Vahlsen e.V. von 1946 / 2021
Zurück zum Seiteninhalt