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VfB Gorspen-Vahlsen e.V. von 1946


VfB Gorspen-Vahlsen e.V. von 1946
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Tradition

Verein
Wie alles im VfB angefangen hat....

Deutschland im Mai 1945 – Der zweite Weltkrieg war zu Ende. Die Nachkriegszeit war schwierig. Es gab keine Arbeit, der Wohnraum war knapp, einzelne Männer kamen nach und nach aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Flüchtlinge, Vertriebene und Evakuierte fanden ein neues Zuhause auf dem Lande. Die Zeit danach war geprägt durch die Suche nach Angehörigen, nach einer neuen Heimat, nach einer Wohnung und nach Arbeit. Bei diesen Bemühungen und sicherlich auch durch die lange Zeit teilweise unmenschlicher Entbehrungen wurde allen bewusst, dass die Schaffenskraft nur durch körperliche und geistige Entspannung erhalten oder gesteigert werden konnte.

Das Fußballspiel war im Ort auch damals schon sehr populär. Da Gorspen-Vahlsen erfolgreich im Schulsport an Fußballturnieren teilgenommen hatte, sollte dieser Sport auch die Grundlage des Vereins werden. In der Gaststätte C. Lange, bis auf den heutigen Tag immer noch Vereinslokal, wurde das Gründungsprotokoll verfasst und gleichzeitig der erforderliche Antrag in englischer Sprache zur Genehmigung des Vereins an die britische Militärregierung gestellt.
So kam es am 10. April 1946 mit der eingehenden Genehmigung zur Gründung des VfB Gorspen-Vahlsen.  

Kurz darauf wurde der Spielbetrieb aufgenommen. Ein Sportplatz stand nicht zur Verfügung. Freundlicherweise wurde dem Verein die seinerzeit nicht genutzte Bierder Sandkuhle überlassen. Tore bestanden zunächst aus besseren Latten. Der Lederfußball mit Verschnürung wurde in Minden im Tausch gegen einige Pfund Schinken und Speck besorgt. Die Frauen und Mädchen der Ortschaft nähten die Hosen und die Trikots. Nachdem die eigenen Schuhe mit Lederstollen bestückt waren, konnte der Fußball rollen.
Gegner waren zuerst nur schwer ausfindig zu machen, da sich auch die Aktiven anderer Vereine erst wieder zusammenfinden mussten. Not macht erfinderisch! Der erste Auswärtsgegner war der Handballverein Friedewalde. Mit der Vereinbarung, die erste Halbzeit Handball und die zweite Halbzeit Fußball zu spielen, wurde man schnell beiden Seiten gerecht.
 Die Freundschaftsspiele gegen Nachbarvereine wurden mit größtem Eifer ausgetragen. Auch die Zuschauer fieberten in der Woche dem Sonntagsspiel entgegen und kamen in heute fast nicht mehr vorstellbaren Scharen, zumal es andere Sonntagsvergnügen seinerzeit kaum gab.
Ein weiteres Fußballspiel fand gegen eine englische Soldatenmannschaft auf dem Sportplatz an der Aue in Lahde statt. Die Meinungen über derartige Spiele waren damals nicht ganz einhellig, doch der Sport hat es verstanden, frühzeitig Vorurteile abzubauen, die in den langen Jahren eines grausamen Krieges zwangsläufig entstanden waren. Das anschließende Beisammensein hatte betont freundlichen Charakter.                                         
 
In der Saison 1946/47 nahm die Fußballmannschaft des VfB Gorspen-Vahlsen erstmals an den Punktespielen teil. Das weiße Trikot mit grünen Kragen wurde aus der Taufe gehoben, weil es gelungen war grünen Besatzstoff zu organisieren und trotz aller Nöte ein weißes Hemd abzuzweigen und eine Hose aus Leinen oder Fallschirmseide – die aus dem Nachlass des Krieges gehandelt wurde – zu beschaffen.
Inzwischen hatte sich in Bierde ein Reitsportverein gegründet, der nun den Sportplatz in der Bierder Sandkuhle beanspruchte. Durch einen Ringtausch von Grundstücken konnte man an der „Jössener Straße“ für zunächst 6 Jahre neues Gelände für einen Sportplatz pachten. Die Einweihung erfolgte im Rahmen einer Sportwerbewoche im August 1950.
Die anstehende Flurbereinigung im Ort gab der Gemeinde die Möglichkeit, einen eigenen Sportplatz anzulegen. Die Einweihung dieser zentralen Sportstätte wurde 1956 mit einem breiten Sportprogramm und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung gefeiert.
(c) VfB Gorspen-Vahlsen e.V. von 1946 / 2019
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